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Straßennamen prägen den öffentlichen Raum und geben Auskunft über das Selbstverständnis einer Gesellschaft: Welche Personen, Ereignisse und Orte werden als so wichtig erachtet, dass ihnen eine Straße gewidmet wird? Welche Benennungen überdauern, welche werden hingegen als nicht mehr zeitgemäß angesehen und ersetzt? Eine solche Neubewertung kann politische Umbrüche widerspiegeln oder durch öffentliche Debatten angestoßen werden. In den letzten Jahren kam es an vielen Orten zu Diskussionen, die nicht nur von städtischen Stellen oder Expertenkommissionen geführt werden, sondern in die sich auch Bürgerinnen und Bürger einbringen. So wird etwa gefordert, häufiger auf bedeutende Frauen zu verweisen oder sich kritisch mit Benennungen nach belasteten Persönlichkeiten aus der Zeit des Nationalsozialismus oder des Kolonialismus auseinanderzusetzen. Die Frage, wer geehrt wird, wird also immer wieder neu verhandelt, um den aktuellen Werten und dem historischen Verständnis einer Gesellschaft gerecht zu werden. Dass dieses Thema vielerorts vehemente Diskussionen hervorruft, zeigt seine große symbolische Bedeutung.
Das Podiumsgespräch wird moderiert von Prof. Dr. Bernhard Löffler (Direktor des Zentrum Erinnerungskultur und Professor für Bayerische Landesgeschichte an der Universität Regensburg).
Die Veranstaltung in der Reihe „Debatten und Positionen zur Erinnerungskultur“ findet in Kooperation mit der Stadt Regensburg statt.