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Was bleibt von jüdischen Leben, wenn die Menschen, die einen Ort geprägt haben, nicht mehr da sind? Wie erkennen wir heute die Orte, die einst von jüdischen Leben geprägt waren? Welche Spuren haben sich in Gebäuden und Stadträumen erhalten, welche wurden verändert oder ausgelöscht – und wie gehen wir mit diesen sichtbaren und unsichtbaren Spuren um?
Drei Häuser stehen im Mittelpunkt des Abends: ein ehemaliges jüdisches Wohnhaus mit Mikwe und Laubhütte, das heute das jüdische Museum von Fürth beherbergt, die ehemalige Landsynagoge von Rödingen, die heute ein Kulturhaus ist, sowie das Zapfenhaus in Mitwitz, ein leerstehendes ehemaliges jüdisches Wohnhaus mit Kellermikwe, um dessen Erhalt seit Jahren gerungen wird und ein Abriss bisher nur durch die öffentliche Debatte verhindert werden konnte. Anhand dieser konkreten Orte erzählen Daniela F. Eisenstein, Monika Grübel und Christian Porzelt ihre Geschichten und fragen danach, wie über Architektur jüdisches Leben in der Frühen Neuzeit und im 19. Jahrhundert sichtbar gemacht werden kann und auch was sich unserem Blick entzieht.
Dabei geht es nicht nur um die Geschichte der Gebäude. Im Gespräch wird es ebenso um ihre spätere Nutzung, um Zerstörung und Veränderung, um Denkmalpflege und um die Frage gehen, wie jüdische Geschichte heute im gebauten Raum erinnert werden kann. Was bedeutet es, einen historischen Ort zu bewahren? Was geschieht, wenn ein Gebäude seine ursprüngliche Funktion verliert? Und wie lässt sich an jüdische Orte erinnern, von denen heute kaum noch etwas sichtbar ist?
Die Veranstaltung ist Teil der Architekturreihe des Zentrum Erinnerungskultur und findet als moderiertes Gespräch mit kurzen Bild- und Impulsbeiträgen statt. Sie lädt dazu ein, gemeinsam darüber nachzudenken, wie sich Geschichte in Architektur einschreibt – und wie Architektur wiederum unsere Erinnerung an Geschichte prägt.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Sie haben im Vorfeld der Veranstaltung die Möglichkeit an einer Führung in der Synagoge Regensburg teilzunehmen.
Eine Anmeldung für die Führung und die Veranstaltung ist erforderlich. Bitte melden Sie sich unter ZE-Hilfskraefte@ur.de mit Ihrem Namen an.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege und der Jüdischen Gemeinde Regensburg statt.





