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Mit der Musealisierung von Schlössern und Burgen wurde neben dem Erhalt der Substanz die Interpretation und Vermittlung des kulturellen Erbes zu einer zentralen Aufgabe der Schlösserverwaltungen. Inhaltliche Schwerpunktsetzungen spiegeln gesellschaftliche Bedürfnisse, politischen Willen und akademische Forschung – und sie basieren auf der Inszenierung von Vermutetem, auf der Interpretation historischer Fakten sowie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Interpretationen von Geschichte und Geschichtsbildern in Burgen und Schlössern finden ihren Ausdruck in denkmalpflegerischen Maßnahmen, (Re-)Konstruktionen, Ausstattungs- und Vermittlungskonzepten.
Mit Impuls- und Überblicksbeiträgen sowie ausgewählten Fallbeispielen beleuchtet die Tagung ausgehend von den markanten Zeitschnitten des 20. Jahrhunderts (1918, 1933, 1945, 1989, 2000) diese Aspekte in ihrer Prägung durch gesellschaftlich-kulturelle und politische Umstände sowie die konkreten museal-kuratorischen Entscheidungen und verdeutlicht ihre Wirkungen auf die Wahrnehmung von Schlössern und Burgen sowie ihrer Präsentationen.
Die Tagung wird veranstaltet von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen in Kooperation mit dem Zentrum Erinnerungskultur und ist Teil des Gemeinschaftsprojekts „Staatliche Schlösser im 20. Jahrhundert als Spiegel des gesellschaftlichen und politischen Wandels“ der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen (AGDS). Mit einer Tagungsreihe und einer Wissensplattform wird die Geschichte der staatlichen Schlösser und Schlösserverwaltungen seit 1918 erschlossen und zugänglich gemacht.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis zum 15. Oktober 2026 unter Schloessertagung2026@bsv.bayern.de erforderlich.
Wegen Teilnehmerbegrenzung werden die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Rückfragen unter: Tel. 089 17908 -301 bzw. -0




