VORTRAG

History that Hurts

Vortrag von Julia Gilfert, M.A.

Zeit:

25.09.2025  
17:00 Uhr

Ort:

Universität Regensburg – Außenstelle Sedanstraße, Raum 226
Sedanstraße 1, 93055 Regensburg

Kategorie:

VORTRAG

Im Namen der Organisator*innen Natali Stegmann (UR), Ger Duijzings (UR) und Heike Karge (Graz) laden wir Sie herzlich zum Gastvortrag von Julia Gilfert (Tübingen) mit dem Titel History that Hurts ein.

In ihrem Vortrag wird Julia Gilfert auf ihre eigenen Erfahrungen mit der Erforschung der Familiengeschichte zurückgreifen. Sie reflektiert, wie „Geschichte“ definiert werden kann und wie sie mit der Fragmentarität ihrer Quellen umgegangen ist.

Darüber hinaus wird sie erörtern, wie Forschung produktiv mit Lücken, Unzugänglichkeiten und Ungewissheiten umgehen kann und wie Geschichte stets als ein gegenwärtiges Konstrukt zu begreifen ist. Der Vortrag beleuchtet außerdem die Bedeutung gefundener Objekte und Dokumente und thematisiert die besonderen Herausforderungen, die entstehen, wenn Forschende selbst persönlich und emotional in ihre Arbeit involviert sind.

Julia Gilfert ist Kulturwissenschaftlerin und Autorin des Buches „Himmel voller Schweigen. Fragmente einer Familiengeschichte“ (Dresden 2023, 3. Auflage), in dem sie die Umstände des Todes ihres Großvaters im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms rekonstruiert und Fragen familiärer Erinnerung reflektiert. Seit 2021 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB 1070 „RessourcenKulturen“ sowie am Ludwig-Uhland-Institut der Universität Tübingen. Sie studierte Europäische Ethnologie/Volkskunde in Kiel und Würzburg und verfasste ihre Masterarbeit im Bereich Multispecies Ethnography/Human-Animal-Studies über Beziehungen zwischen Menschen und Rabenvögeln.

Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Praktiken und Narrative des gegenwärtigen Rechtsextremismus, die Erinnerungskulturen, die kulturwissenschaftliche Raum- und historische Kulturforschung sowie die Multispecies Ethnography. In ihrem aktuellen Projekt untersucht sie, wie deutsche Gedenkstätten und NS-Dokumentationszentren mit rechtsextremen Einflussnahmen umgehen.

Die Veranstaltung ist Teil einer Kooperation der Organisator*innen mit dem Leibniz ScienceCampus Europe and America in the Modern World und dem Zentrum Erinnerungskultur, mit zusätzlicher Unterstützung durch die Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften (PKGG).