VORTRAG UND GESPRÄCH

Werkstattbericht des Projekts „Die Regensburger Stadtverwaltung im Nationalsozialismus“

Zeit:

17.11.2026  
19:00 - 20:30 Uhr

Ort:

Historisches Museum Regensburg
Dachauplatz 2-4, 93047 Regensburg

Kategorie:

VORTRAG UND GESPRÄCH

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Fahnenschmuck in Regensburg anlässlich des Führerbesuches
© Bildstelle der Stadt Regensburg
Messerschmitt-Jäger auf dem Bremsstand im Werk
© Bildstelle der Stadt Regensburg

Wie und in welchen gesellschaftlichen Zusammenhängen agierte die Regensburger Stadtverwaltung im Nationalsozialismus? Welche Umbrüche und Kontinuitäten gab es 1933 und 1945 in der städtischen Verwaltung und Politik? Diesen Fragen widmet sich ein am Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg laufendes Forschungsprojekt. In einem Werkstattbericht gibt das Projektteam Einblicke in die derzeit entstehenden Studien zur Kulturverwaltung und -politik sowie zur städtischen Wirtschaft und dem Unternehmen Messerschmitt.

Ausgehend von der Analyse der Regensburger Kulturverwaltung richtet Eileen Weiß M.A. ihren Blick auf ausgewählte Bereiche der städtischen Kunst- und Kulturszene. Die örtliche Kulturverwaltung bot diverse Möglichkeiten zur ideologischen Einflussnahme, was sie zu einem lohnenden Untersuchungsgegenstand macht. Eine nähere Betrachtung ermöglicht es zudem, bestehende Narrative, gerade auch in Bezug auf Museumsdirektor Dr. Walter Boll, kritisch zu hinterfragen. Dr. Michael Rösser untersucht den Einfluss des Kampfflugzeugherstellers Messerschmitt auf die Stadtgesellschaft nicht nur als bedeutender Arbeitgeber, sondern auch als entscheidender Akteur in der kommunalen Ökonomie und Wirtschaftspolitik. Ziel ist es, Verbindungen des Unternehmens in die lokale Industrie und den Handel nachzuvollziehen und seine Vernetzung mit der Stadtverwaltung und innerhalb des Fliegermilieus der 1920er und 1930er Jahre zu identifizieren.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Historischen Museum Regensburg statt.