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VG 2.44 ist ein ebenerdiger Seminarraum im zweiten Stock, der über einen Fahrstuhl erreicht werden kann.
In seinem Heimatland Frankreich ist Robert Desnos ein bekannter Vertreter des Surrealismus, dessen facettenreiches Œuvre fester Bestandteil des Bildungskanons ist. In Deutschland hingegen ist das künstlerische Schaffen von Robert Desnos weitgehend unbekannt. In der öffentlichen Erinnerung steht sein Leidensweg als Opfer des Nationalsozialismus im Vordergrund. Desnos wurde im Februar 1944 als Angehöriger der französischen Résistance von der Gestapo in Paris verhaftet und über die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald nach Flossenbürg deportiert. Vom Hauptlager Flossenbürg wurde er ins Außenlager Flöha bei Chemnitz verlegt. Am 8. Juni 1945, einen Monat nach seiner Befreiung, stirbt Robert Desnos an den Folgen der Konzentrationslagerhaft und des Todesmarsches von Flöha nach Theresienstadt.

Die Veranstaltungsreihe „Robert Desnos – Surrealismus und Résistance“ will nun auch der Kunst von Robert Desnos ihren Raum geben und so ein vollständiges Bild seiner Person zeichnen.
Das Werkstattgespräch präsentiert die Ergebnisse eines dreitägigen Workshops zum Leben und den Werken von Robert Desnos mit Journalistin, Kuratorin und Projektentwicklerin Ulrike Becker und Bildfinderin Monika Preischl. Dabei wird das vielfältige Œuvre von Robert Desnos in den Vordergrund gerückt, der sich mit seiner Sprachspielerei und seinen Klangbildern als Lyriker, aber auch als Radioavantgardist und Journalist in den 1920er und 1930er Jahren in Frankreich einen Namen gemacht hatte.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Robert Desnos – Surrealismus und Résistance“ findet am 20.11.2025 die Konzertlesung „Minuit à 14 heures“ statt, die sich den Klangbildern in der Musik der 1920er Jahre in Paris und im Werk Robert Desnos widmet.