
„Das sind wir“
Esther
geboren und wohnhaft in Niederbayern, wo sie regelmäßig mit ihrer Royal Enfield durch den Bayerischen Wald düst und gerne Zeit in der Natur verbringt.
Aktuell arbeitet sie an ihrer Masterarbeit im Fach Vergleichende Kulturwissenschaft.
Noomi
ist an der deutsch-österreichischen Grenze aufgewachsen und kam durch das Seminar erstmals in
das bayerisch-böhmische Grenzgebiet. Sie ist Natur-liebhaberin und begeisterte Hobby-Fotografin.
Derzeit arbeitet sie an ihrer Masterarbeit in Public History und Kulturvermittlung.
Lea
ist in der schönen Oberpfalz aufgewachsen und kannte die Grenzregion zuvor nur durch ausgedehnte Urlaube. Umso interessanter war es, die Natur dieser Region genauer kennenzulernen.
Derzeit studiert sie im Master Public History und Kulturvermittlung.
Das digitale Fotoprojekt „Grenzenlose Natur“ zeigt, wie sich die einzigartige Naturlandschaft der bayerisch-böhmischen Grenzregion den menschengeschaffenen Zäunen, Mauern und Schranken widersetzt. Hier teilen sich Pflanzen und Tiere einen gemeinsamen Lebensraum – über nationalstaatliche Grenzen hinweg.
Bei drei Grenzwanderungen im Gebiet der Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava erkundeten Esther Abraham, Noomi Andrich und Lea Kirsch – jede auf ihre eigene Weise – wie sich die Natur diesen Abschnitt der deutsch-tschechischen Grenze aneignet. Ihre Erlebnisse dokumentierten sie fotografisch und hielten sie in drei sehr persönlichen, introspektiven und dadurch einzigartigen Wanderberichten fest. Denn gerade das individuelle Wahrnehmen und Reflektieren des Naturraums macht sichtbar, wie vielfältig die Grenze erlebt werden kann – als historische Erinnerungslinie, als symbolische Abgrenzung, aber auch als überraschend verbindendes Element zwischen Landschaften, Lebensräumen und Menschen.
Ergänzend zu den Fotostrecken und Wanderberichten soll die Webseite vertiefende Informationstexte zu zentralen Themen der Grenzregion bieten. Ob die Wasserwege des Gebietes als diverse Lebensräume, die verbindenden Touristenpfade der Nationalparks oder der Borkenkäfer als ökologische Kraft des Waldes – jede der drei Wanderungen stand unter einem eigenen thematischen Schwerpunkt. Diese Themen werden im Projekt nicht nur visuell und erzählerisch, sondern auch wissenschaftlich fundiert aufgearbeitet. Fachlich recherchierte Hintergrundtexte sowie Interviews mit Expert*innen aus Wissenschaft und Naturschutz sollen eine vertiefende Einordnung liefern und zusätzliche Perspektiven auf die ökologische und kulturelle Bedeutung und Wahrnehmung dieses einzigartigen Naturraums eröffnen.
Das Projekt soll dazu einladen, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen, die Grenzregion neu zu erleben und eigene Perspektiven einzubringen. Was sind Grenzen überhaupt? Wie sichtbar sind sie – und für wen? Ist die Grenze heute noch präsent oder längst Teil einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Natur geworden? „Grenzenlose Natur“ möchte dazu anregen, Grenzen neu zu denken – jenes zu reflektieren, was trennt, und das zu erkennen, was verbindet.




