Grenze neu gedacht | Hranice jinak

Online-Ausstellung

Direkt auf der Projektwebseite finden Sie ausführlichere Informationen (auch auf Tschechisch), Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen und künftig auch die Online-Ausstellung selbst:

Das dreijährige Vermittlungsprojekt „Grenze neu gedacht | Hranice jinak“ beschäftigt sich mit der bayerisch-tschechischen Grenzregion im 20. und 21. Jahrhundert. Das Projekt einer Online-Ausstellung beleuchtet, was es für Bürger*innen der Region bedeutet, im Grenzraum zu leben und diesen gemeinsam zu gestalten.

Mithilfe von Landkarten, Bildern, Objekten und Erzählungen sollen komplexe Zusammenhänge greifbar und räumlich-visuell erfahrbar werden: Wie und von wem wurde die Region an dieser sehr alten Grenze immer wieder neu ‚erfunden‘ – zum Beispiel als ‚Bayerische Ostmark‘, ‚Sudety/Sudetenland‘, ‚Zonenrandgebiet‘, ‚pohraničí‘, ‚Mitte Europas‘ oder ‚Grünes Band‘?

Grenzstein mit bayerischem und böhmischem Wappen © Felix Bruckner

Durch partizipative Formate vor Ort in der Region wie Erzählcafés und Interviews wird eine Verknüpfung zur Online-Ausstellung hergestellt. Bei diesen Angeboten soll sichtbar werden, dass die Grenzregion im Alltag vielfältiger und vielleicht auch überraschend anders erlebt und gelebt wurde und wird, als es offizielle Visionen und Erzählungen vermuten lassen.

Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat im Rahmen der Heimat-Digital-Regional-Förderrichtlinie. Durchgeführt wird es von der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg.

Hier finden Sie einen Rückblick auf die Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Martin Schöffel, MdL, mit der am 27. November 2025 im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat in Nürnberg der formale Startschuss fiel.

Die Vorarbeiten zum Projekt im Rahmen von ZE-Vorstudien zur ‚Bayerischen Ostmark‘ und zum ‚Grünen Band‘ wurden durch zusätzliche einmalige Mittel des Bayerischen Landtags (Fraktionsinitiative) ermöglicht. Die Themenkomplexe ‚Bayerischen Ostmark‘ und ‚Grünes Band‘ spielen auch in anderen Projekten des Zentrums Erinnerungskultur weiterhin eine zentrale Rolle.