Ein informatives, aber zugleich auch niedrigschwelliges Format, das ein möglichst breites Publikum anspricht, war die Zielsetzung von Bianca Fürst, Julia Hännes, Katharina Held und Moritz Richter. Das Ergebnis ihrer Arbeit ist das Podcastprojekt „Der Weg nach Drüben – Grenzlanderfahrungen“, welches verständlich aufbereitete historische Inhalte und O-Töne von Zeitzeug*innen verbindet. Fünf Folgen bieten einen Einblick in die Geschichte der bayerisch-böhmischen Grenzregion, vom Ende des Zweiten Weltkriegs über die Zeit des Eisernen Vorhangs bis in die Gegenwart. Mit einer Länge von jeweils circa sieben bis neun Minuten sind die Episoden kompakt gestaltet und laden dazu ein, auch mal spontan „reinzuhören“.
Ein besonderer Fokus des Podcasts liegt dabei auf der Region um Furth im Wald. Denn eine weitere Studierendengruppe führte hier im September im Landestormuseum ein Erzählcafé durch, das im engen Austausch mit der Podcastgruppe geplant wurde. Beim Erzählcafé waren die Teilnehmenden eingeladen, ihre persönlichen Erinnerungen zum Leben an der bayerisch-böhmischen Grenze miteinander zu teilen. Einige von ihnen waren bereit, im Anschluss in Interviews ihre Perspektiven und Erzählungen als O-Töne für den Podcast zur Verfügung zu stellen. So ist der Podcast ein Stück weit auch eine Dokumentation des Erzählcafés. Das Einsprechen des Podcasts konnte im universitätseigenen Aufnahmestudio durchgeführt werden. Dafür saßen abwechselnd zwei Studierendenduos vor den Mikrofonen, die in einer Art Frage-Antwort-Dialog durch das Thema der jeweiligen Folge leiteten. Im darauffolgenden Schnitt nahm man noch kleine Ausbesserungen vor, entfernte etwa Versprecher oder Atempausen. Schließlich wurden diese bereinigten Aufnahmen mit ausgewählten O-Tönen der Zeitzeug*innen kombiniert und so zu den fertigen Podcastepisoden.





