Informationen zur Barrierefreiheit: Die Räumlichkeiten des Theaters sind mit Rollstuhl und Gehhilfen erreichbar.

Das internationale Urban Theater Ensemble aus Berlin gastiert am 27. und 28. Februar 2026 mit zwei Produktionen im Theater an der Universität Regensburg. Das Urban Theater, ursprünglich ein Projekt des Sankt Petersburger Stadttheaters (St. Petersburg Urban Theatre) aus dem Jahr 2017, wurde 2023 in Berlin gegründet.
Nach dem Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verlegte ein Teil des Ensembles mit seiner künstlerischen Leiterin Natalia Lapina die Arbeit nach Berlin. Heute vereint das freie Ensemble russische, ukrainische und deutsche Theaterschaffende, von denen viele in Berlin im Exil oder als Geflüchtete leben.
The Red Folder
Mit THE RED FOLDER zeigt das Urban Theater ein märchenhaftes, ukrainisch-russisch-deutschsprachiges Bühnen-Roadmovie über Flucht, Hoffnung und Solidarität. Die Inszenierung erzählt die wahre Geschichte einer internationalen Familie: Eine Mutter, ein Vater und ihre kleine Tochter sind gezwungen, wegen des Krieges ihre Heimat zu verlassen. Ihre Reise führt sie durch zehn europäische Länder. Die titelgebende „rote Mappe“ steht für die Dokumente, die Menschen auf der Flucht sammeln müssen. Erzählt wird die Geschichte jedoch nicht als Kriegsdrama, sondern als Märchen, das die Eltern für ihre zweijährige Tochter erfinden: ein Märchen über Begegnungen, Hilfsbereitschaft und jene Menschen, die unsere Welt trotz allem zusammenhalten.

Inszeniert von Sankt-Petersburger Regisseurin Natalia Lapina, wird das Stück in vier Sprachen (Ukrainisch, Russisch, Englisch, Deutsch) gespielt; je nach durchquertem Land kommen weitere sieben Sprachen hinzu. Livemusik fungiert dabei als universelle, verbindende Sprache. THE RED FOLDER feierte im Mai 2023 seine Uraufführung in Berlin.
Das Ensemble präsentiert außerdem das Stück „Richter’s Fairytale“ am 27. Februar 2026.
Die Veranstaltungen sind in Kooperation mit Prof. Dr. Sabine Koller, Professur für Slavisch-Jüdische Studien an der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften entstanden und wurden durch die Universitätsstiftung Pro Arte der Regensburger Universitätsstiftungen und das Zentrum Erinnerungskultur gefördert.