„Ende der Zeitzeugenschaft?“

Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Jüdischen Museums Hohenems

Eintritt: frei
Zeitraum: 25. Okt 2O23 — 31. Juli 2O24
Ort: Universitätsbibliothek Regensburg
Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich.

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go.uni-regensburg.de/oberes-foyer

Bei Fragen zur Ausstellung oder zum Rahmenprogramm erreichen Sie uns über:
Tel: +49 941 9437689
Mail: ausstellung.zeitzeugenschaft@ur.de

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 8.00 – 19.30 Uhr
Samstag 9.00 – 18.00 Uhr

Führungen durch die Ausstellung sind nach vorheriger Anmeldung für Gruppen bis zu 20 Personen möglich. Bei Interesse an einer Führung melden Sie sich bitte unter: ausstellung.zeitzeugenschaft@ur.de

Bei besonderen Anlässen im Universitätsjahr sind ebenfalls öffentliche Führungen geplant. Über Termine werden Sie auf unserer Webseite auf dem Laufenden gehalten.

Die Zeitzeugenschaft des Holocaust geht ihrem Ende entgegen. Nur noch wenige Überlebende der NS-Herrschaft können aus eigener Erfahrung sprechen – oder von jenen Menschen berichten, die im Holocaust ermordet wurden. Was bleibt, sind literarische Zeugnisse und unzählige Videointerviews der Überlebenden – sowie die Frage, wie wir in Zukunft mit dieser Erbschaft umgehen wollen.

Grund genug, den Blick auf die Geschichte der Zeitzeugenschaft zu richten, die komplexe Beziehung zwischen Zeitzeug*in und Interviewer*in, Medium und Gesellschaft zu erkunden.

Dabei steht die Erinnerung an den Holocaust, wie sie in Interviews und Aufnahmen von öffentlichen Auftritten der Zeitzeug*innen überliefert ist, im Fokus. Sie wird zur Erzählung – einem Trauma abgerungen und zugleich das Produkt von Beziehungen und Interessen, abhängig von ihrem jeweiligen Kontext in Politik und Gesellschaft, vor Gericht oder Schulklassen, für die Forschung, das Fernsehen oder Kino.

Die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Jüdischen Museums Hohenems hinterfragt die „Gemachtheit“ der Interviews mit Zeitzeug*innen und ihre gesellschaftliche Rolle seit 1945. Sie gibt Einblicke in die Videosammlung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, in Interviews, die bislang nie gezeigt wurden.

Veranstaltungen

24.10.2023 | Feierliche Ausstellungseröffnung & Einführungsvortrag

Vortrag: „befragen, bezeugen, zuhören — ohne Happy End“ von Dr. Axel Doßmann (Friedrich-Schiller-Universität Jena/Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

16.11.2023 | Interdisziplinäre Lehrerfortbildung: Ende der Zeitzeugenschaft — Zukunft der Erinnerung

(Teilnahme nur nach Anmeldung über FIBS möglich)

16.11.2023 | Podiumsdiskussion: Ende der Zeitzeugenschaft – Zukunft der Erinnerung?

mit Ernst Grube (Shoah-Überlebender), Dr. Monika Müller (Fachreferentin für Geschichte am Gymnasium am Staatsinstitut für Schul qualität und Bildungsforschung München) und Pof. Dr. Jörg Skriebeleit (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg/Universität Regensburg)

17.01.2024 | Filmvorführung: W. — Was von der Lüge bleibt

Regie: Rolando Colla | Schweiz 2020 | Dokumentarfilm mit Graphic Novel-Elementen | 111 Minuten

27.01.2024 | Filmvorführung: Holocaust — Die Geschichte der Familie Weiss

Regie: Marvin J. Chomsky | USA 1978 | Serie | 4 Teile, insg. 7 Stunden

31.01.2024 | Pordiumsdiskussion: Überlebende als Zeug*innen vor deutschen Gerichten

mit Dr. Katharina Stengel (Fritz Bauer Institut) und Thomas Walther (Jurist)

07.02.2024 | Filmvorführung: Der Zeuge

Regie: Bernd Michael Lade | Deutschland 2023 | Spielfilm | 97 Minuten

20.02.2024 | Filmvorführung: Am Ende kommen Touristen

Regie: Robert Thalheim | Deutschland 2007 | Spielfilm | 85 Minuten

15.05.2024 | Vortrag: Täterwissen. NS-Belastete als Zeitzeug*innen der historischen Forschung in der frühen Bundesrepublik

mit apl. Prof. Dr. Klaus Große Kracht (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg/Universität Münster)

20.06.2024 | Podiumsdiskussion: Liegt die Zukunft der Zeitzeugenschaft im Digitalen?

mit Dr. Silke Arnold-de Simine (University of London), Prof. Dr. Anja Ballis (LMU München) und Prof. Dr. Jörg Skriebeleit (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg/Universität Regensburg); Moderation: Prof. Dr. Juliane Tomann

Geplant für Frühjahr/Sommer 2024

Workshop: Künstlerisch-performative Erinnerungsarbeit

mit Dorothee Janssen (Choreografin und Tanzpädagogin) und Julian Monatzeder (Theaterregisseur und Filmemacher)

Erzählcafé: Wofür bin ich Zeitzeug*in?